Florian Tenbruck ganz nah am deutschen Meistertitel

Der Wendelsheimer sprintet bei der deutschen Kriteriumsmeisterschaft auf Rang 4

Schramberg-Sulgen. Lange Zeit sah es nach dem ganz großen Erfolg aus: Bei der deutschen Kriteriumsmeisterschaft in Sulgen lag Florian Tenbruck (RWV Wendelsheim/Racing Students) lange ganz vorne, musste sich am Ende jedoch mit Rang vier zufriedengeben. 

Im Rahmen der Jubiläum-Feierlichkeiten veranstaltete der RV Sungen am vergangenen Samstag die deutsche Kriteriumsmeisterschaft. Die schnellsten Sprinter aus ganz Deutschland, die sich über spezielle Rennen dafür qualifizieren konnten, kämpften dabei auf einer gut 1,4 km langen Runde um den deutschen Meistertitel. Florian Tenbruck, der amtierenden Kriteriumsmeister aus Baden-Württemberg, zählte dabei zum erweiterten Favoritenkreis. Unterstützt von seinen Mannschaftskollegen der Racing Students und vor allem von seinem jüngeren Bruder Jonas Tenbruck, sah es lange Zeit richtig gut aus. Die erste von insgesamt zehn Sprintwertungen, beide denen die ersten vier Fahrer jeweils Punkte sammeln konnten, gewann Florian Tenbruck souverän.

Im Laufe des Rennens setzten sich immer wieder kleinere Gruppen oder einzelne Fahrer ab, sodass sich viele Fahrer die Punkte in den Wertungsrunden aufteilten. Florian Tenbruck schaffte es aber immer wieder, in den Wertungssprints mitzumischen und Punkte zu sammeln. Nach gut zwei Drittel des Rennens lag Tenbruck sogar virtuell in Führung und konnte vom deutschen Meistertrikot träumen.

Gegen Ende des Rennens ließen die Kräfte jedoch nach und Tenbruck schaffte es in den letzten Wertungen nicht, sein Punktekonto weiter aufzustocken. Am Ende rutschte er hinter Sieger Jonas Schmeiser (RSC Kempten), der seinen Titel aus dem Vorjahr dadurch souverän verteidigte, Florenz Knauer (Team 54×11) und Fabian Genuit (Team Möbel Ehrmann) auf den vierten Rang. Nachdem er letztes Jahr bei der deutschen Kriteriumsmeisterschaft sogar auf dem Treppchen stand, unterstreicht Tenbruck mit diesem guten Ergebnis erneut, dass er zur deutschen Sprintspitze gehört. „Im Endeffekt war es heute ‚Alle oder nichts‘“, fasste Florian Tenbruck nach dem Rennen zusammen: „Wenn man so nah dran ist, denkt man natürlich an den Sieg, aber am Ende waren heute eben drei Jungs stärker“, so der faire Sportsmann. Bereits einen Tag fanden die so erfolgreichen Tenbruck-Brüder direkt wieder in die Erfolgsspur zurück: Jonas Tenbruck gewann am Sonntag nach 60 Runden und 72 Kilometern das Rennen in Kandel in der Pfalz.

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